Eines der Gründertiere der Biberpopulation an der Hase.

Die Emslandbiber

To the English version Willkommen bei den Emslandbibern

Die Seite über das Bibervorkommen im Emsland


Emslandbiber an der Hase (Foto: M. Homuth)
Ein "Emslandbiber" an der Hase (Foto: M. Homuth).
Seit mehr als 20 Jahren gibt es nun wieder Biber an der Hase im Landkreis Emsland (Land Niedersachsen), nachdem die Tiere im Jahr 1990 hier wiederangesiedelt worden sind. Anlass genug, den Tieren eine eigene Internetseite zu widmen.

Historisches

Die ersten Biber wurden im Oktober 1990 im Rahmen eines Forschungsprojektes zur Ressourcennutzung eines semiaquatischen Säugetiers von Frau Dr. B. Klenner-Fringes von der damaligen Arbeitsgruppe Ethologie unter der Leitung von Prof. Dr. R. Schröpfer des Fachbereichs Biologie der Universität Osnabrück an der Hase bei Lehrte ausgesetzt.
Von hier aus breiteten sich die Tiere dann nach und nach an der Hase und der Ems und deren Zuflüssen aus.
Heute sind wieder Biber zwischen Herzlake und Meppen an der Hase, sowie zwischen Emsbüren und Sustrum an der Ems zu finden.
Der Bestand hat sich von ursprünglich 8 ausgesetzten Tieren auf mittlerweile etwa Biber in Revieren erhöht (Stand: ). Die Wiederansiedlung dieser Tierart im Emsland kann somit als ein Erfolg gewertet werden.

Eine kurze Übersicht über die Entwicklung der Biberpopulation im Emsland vom Zeitpunkt der Wiederansiedlung bis etwa Mitte 2014 gibt der in der Zeitschrift Säugetierkundliche Informationen der Arbeitsgruppe Artenschutz Thüringen erschienene Artikel Ramme, S. & Klenner-Fringes, B. (2014): Zur Wiederansiedlung des Bibers (Castor fiber albicus) im Emsland. - Säugetierkundliche Informationen 9: 165 - 274. (pdf, 4,5 MB)

Über diese Seite

Auf den folgenden Seiten finden Sie allgemeine Informationen zur Biologie des Bibers, sowie weiterführende Hinweise auf die Wiederansiedlung und Populationsentwicklung der Biber im Emsland.
In einer kleinen Anleitung versuchen wir, Ihnen die Spuren, welche die Biber hinterlassen, in Wort und Bild zu erklären. Ebenso gehen wir in dieser Anleitung auf die Unterschiede zwischen den drei recht ähnlichen Arten Biber (Castor fiber), Nutria (Myocastor coypus) und Bisam (Ondatra zibethicus) ein.
Wenn Sie eigene Biberbeobachtungen im Emsland gemacht haben, dann können Sie auf unserer Verbreitungskarte nachschauen, ob das von Ihnen entdeckte Vorkommen bereits bekannt ist. Sollte dies nicht der Fall sein, so können Sie uns - wenn Sie Zeit und Lust haben - Ihre Entdeckung mit Hilfe unseres Kontaktformulars mitteilen. Ihre Meldung wird dann - nach Überprüfung durch uns - in die Verbreitungskarte mit eingearbeitet werden.
Wir sind auch über Hinweise und Meldungen zu tot aufgefundenen Bibern dankbar. Solche Funde können Sie uns ebenfalls über unser Kontaktformular melden. Durch die Auswertung der Biber-Totfunde können zum Beispiel Bereiche ermittelt werden (wie etwa Straßenbrücken, Wehre u.ä), von denen ein hohes Gefährdungspotential für die Tiere ausgeht. Mit Hilfe dieser Daten können wir dann eventuell Vorschläge unterbreiten, um solche Bereiche für die Biber weniger gefährlich zu gestalten.
Eine Liste mit weiterführenden Links rund um den Biber soll schließlich dem interessierten Besucher unserer Seiten weitere Möglichkeiten bieten, sich über diese faszinierende Tierart zu informieren.

Brigitte Klenner-Fringes & Stefan Ramme

Hase im Sommer
Hase im Sommer auf der Höhe der Mündung des Bleichholter Grabens.